Die verschiedenen Wagentypen
Die Auswahl an Wagen ist gross, doch nicht jeder eignet sich für alles. Entscheidend sind das Temperament Ihres Hundes und wofür Sie den Wagen brauchen.
Wagen für den gemächlichen Einsatz
Diese Wagen passen zu Hunden vom molossoiden Typ: ausdauernd, stark und eher ruhig. Geschwindigkeit liegt ihnen nicht im Blut.
Leiterwagen

Der für den Hundezug gebaute Leiterwagen hat Bremsen und Landen. Es gibt ihn in verschiedenen Grössen und mit verschiedenen Raddurchmessern, und er eignet sich für viele Hunderassen. Er ist voll strassentauglich und auch an Zughundewettbewerben zugelassen. Sie können darin alles Mögliche transportieren, auch Kinder.
Alter Leiterwagen

Alte Leiterwagen, die früher von Hand gezogen wurden, lassen sich wunderschön auffrischen. Die Landen müssen Sie allerdings selbst bauen. Diese Wagen eignen sich nur für leichten Zug und einen sicheren Hund. Sie sind beim Rollen ziemlich laut, denn die meisten haben Holzräder mit Metallbeschlag. Für Umzüge sind sie ein Blickfang. Aber Vorsicht: Die meisten haben keine Bremsen.
Bollerwagen

Der Bollerwagen ist in der Anschaffung am günstigsten. Er hat zwei Achsen, einen aufgesetzten Bretterrahmen und keine Bremsen. Die Verbindung zu den Landen müssen Sie selbst bauen. Sie bekommen ihn im Spielwarengeschäft.
Dreirädriger Wagen

Ein selbst gebauter Wagen mit zwei Rädern vorne und einem grösseren Rad hinten. Er eignet sich vor allem für Umzüge und Ausstellungen und lässt sich hübsch schmücken, auch mit einem kleinen Kind als Fahrgast. Im Fahrverhalten ist er nicht ganz einfach.
Einachser

Der einachsige Wagen wird mit der Ladung ins Gleichgewicht gebracht. Früher war er weit verbreitet. Für den regelmässigen Gebrauch eignet er sich aber nicht, denn der Hund trägt dabei Gewicht auf dem Rücken, und dafür ist er nicht gebaut.
Wagen für schnelle Hunde
Sacco

Ein Wagen zum Mitfahren. Mit vier Rädern ist er recht stabil, wegen seiner Breite braucht er aber auch einen breiten Weg. Dank Lenkung und sehr guten Bremsen können Sie das Tempo Ihres Hundes gut regulieren. Bergauf können Sie nicht direkt mithelfen, dann heisst es absteigen und stossen. Der Sacco wird auch an Rennen eingesetzt und mit Zugbügeln gefahren.
Fahrrad
Platz für eigenes Foto: Fahrrad mit Bikeantenne
Ein Fahrrad haben die meisten schon zu Hause. Für den Zugsport braucht es aber mindestens eine Bikeantenne, damit das Vorderrad die Leine nicht überfahren kann. Eine gute Bremse ist Pflicht. Wegen des hohen Schwerpunkts kippt man leichter, Sie sollten also sicher im Sattel sitzen. Gefahren wird mit Zugleine.
Wichtig: Auf öffentlichen Strassen und Wegen dürfen Sie sich mit dem Velo nicht von Ihrem Hund ziehen lassen. Mehr dazu unter Rechtliches.
Trottinett (Dog Scooter)
Platz für eigenes Foto: Trottinett mit grossem Vorderrad
Dank dem tiefen Schwerpunkt ist das Trottinett sehr sicher, und bei Gefahr können Sie schnell abspringen. Es ist sehr wendig, mit etwa 14 kg relativ leicht und passt gut ins Auto. Gefahren wird mit Zugleine.
Trike
Platz für eigenes Foto: Trike, ein Trottinett mit drei Rädern
Auf drei Rädern stehen Sie sicher. Der Schwerpunkt ist sehr tief. Im schwierigen Gelände können Sie mithelfen. Gefahren wird meistens mit Zugleine.
Schlitten

Beim Schlitten denken viele zuerst an die endlosen Weiten im Norden und an grosse Gespanne. Es gibt aber auch kleine Schlitten für ein bis zwei Hunde, ideal für schneereiche Regionen bei uns. Der Schlitten braucht eine taugliche Bremse. Gefahren wird immer mit Zugleine.